Versteigerungsdaten/​Terminsbestimmung

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Donnerstag, 21. Mai 2026 um 13:30 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Gifhorn, Sitzungssaal 118, Am Schloßgarten 4, 38518 Gifhorn öffentlich versteigert werden:

Lfd. Nr. 1: unbebautes Grundstück - Verkehrswert: 1.600,00 €
Lfd. Nr. 2.: Wohnhaus - Verkehrswert: 184.000,00 €

Gesamtverkehrswert: 185.600,00 €

Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

Verkehrswert
185.600,00 €
Versteigerungstermin
21.05.2026, 13:30 Uhr
Aktenzeichen
5 K 9/24
Versteigerungsart
Zwangsversteigerung
Wertermittlungsstichtag
22.10.24
Besichtigungsart
Innen- und Außenbesichtigung
Wertgrenzen
gelten
Amtliche Bekanntmachung Gutachten

Objektdaten

AbstellraumStellplatzDuscheBadewanne
Objekttyp
Wohnhaus
Wohnfläche
215 m²
Heizungsart
Zentralheizung
Objektzustand
renovierungsbedürftig
Baujahr
um 1900
Verfügbarkeit
bewohnt, genutzt

Objektbeschreibung

Bei den Versteigerungsobjekten handelt es sich um ein Wohnhaus mit Überdachung, Lager- und Werkstattgebäude (Flurstück 55/5) sowie ein unbebautes Grundstück.

Besichtigung

Das Objekt wurde am 18.10.2024 und 22.10.2024 besichtigt. Die Aufnahme erfolgte durch äußere und innere Inaugenscheinnahme, gestützt auf Unterlagen wie Kataster- und Grundbuchauszüge. Eine vollständige Prüfung sämtlicher Bauteile war, insbesondere aufgrund des Zustands einiger Gebäudeteile, nicht möglich.

Gebäude

Das Wohnhaus wurde um 1900, teilweise in Fachwerkbauweise und zum Teil massiv errichtet und ist nicht unterkellert. Es besteht aus einem eingeschossigen Hauptteil mit teilausgebautem Ober- und nicht ausgebautem Dachgeschoss, dazu einer angebauten Überdachung.

  • Im Erdgeschoss befinden sich Diele, drei Kammern, zwei Abstellräume, ein Gang, ein WC und die Küche.

  • Das Obergeschoss bietet einen Flur, sechs weitere Kammern, ein Bad und einen weiteren Flur.

  • Das Dachgeschoss ist als Bodenraum gestaltet.

Die Bruttogrundfläche (BGF) des Wohnhauses beträgt rund 605 m², die Wohnfläche wird mit rund 215 m² (geschätzt, keine genauen Angaben möglich) angegeben. Die Grundrissgestaltung ist bautypisch bis individuell. Die natürliche Belichtung und Besonnung ist, je nach Raumlage unterschiedlich, von gut bis schlecht.

Das Gebäude weist extreme Mängel sowie einen erheblichen Unterhaltungsstau auf: Sämtliche Bauteile (Dach, Fassade, Fenster, Innenausbau, Sanitär, Heizungs-, Elektroinstallation und Oberflächen) sind stark überaltert und durchgängig sanierungsbedürftig. Auch der äußere Zustand wird als sehr schlecht beschrieben. Ein Energieausweis liegt nicht vor. Modernisierungen wurden um 1980 durchgeführt (teilweise Fenster, Dacheindeckung, Heizungsanlage). Das Wohnhaus wird eigengenutzt.

Denkmalschutz ist nicht erwähnt.

Weitere Gebäude

Lagergebäude: Baujahr um 1920, massiv errichtet, mit Satteldach und Tonziegeldeckung, ebenfalls deutlich vernachlässigt.

Werkstattgebäude: Baujahr um 1920, massive Bauweise, flaches Pultdach mit Bitumenbahndeckung, im gleichen schlechten Zustand.

Zusätzlich befindet sich ein massives Gerätehaus (Pultdach, Welleternitdeckung, ohne Baugenehmigung) und diverse Einfriedungen (Maschendrahtzaun) auf dem Grundstück.

Grundstück

Das Wohnhaus-Grundstück umfasst ca. 1.394 m² und hat eine unregelmäßige Form (Straßenfront 39 m, Tiefe ca. 48 m). Die Topografie ist eben und das Gelände ist zum Teil durch Gartenflächen mit Westausrichtung geprägt. Die westlich gelegene unbebaute Grundstücksfläche ist vernachlässigt bis verwahrlost.

Ein weiteres, separates unbebautes Flurstück (53/7) mit ca. 16 m² Größe wird ebenfalls bewertet. Dieser dreieckige Grundstücksstreifen an der südwestlichen Ecke wird als Gartenfläche genutzt und ist mit Maschendrahtzaun eingefriedet.

Nutzung

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Wohnhaus bewohnt und wurde durch die Nutzer selbst genutzt. Es wurde kein Gewerbebetrieb geführt, Maschinen- und Betriebseinrichtungen sind nicht vorhanden. Das Lager- und Werkstattgebäude sowie der Grundstücksstreifen sind ungenutzt bzw. werden als Gartenfläche genutzt.

Ausstattung

  • Dachform und -deckung: Wohnhaus Krüppelwalmdach, Betondachsteine, teils um 1980 erneuert; Lagergebäude mit Satteldach und Tonziegeldeckung; Werkstattgebäude mit flachem Pultdach und Bitumenbahnen.

  • Heizung & Warmwasser: Öl-Zentralheizung mit Rippen- und Flachheizkörpern; Warmwasserbereitung über Durchlauferhitzer oder Boiler.

  • Elektroinstallation: sehr einfache Ausstattung, vermutlich aus ursprünglicher Bauzeit.

  • Böden: Fliesen, Textilbelag, PVC.

  • Fenster: Holzfenster (Einfach- und Isolierverglasung), 1 Kunststofffenster mit Isolierverglasung.

  • Sanitärausstattung: Im EG WC, Duschbad mit Handwaschbecken, Urinal, WC, Dusche; im OG Wannenbad mit Waschbecken und WC.

  • Einbauküche einfacher, veralteter Qualität.

Lage

Vordorf, Landkreis Gifhorn, Niedersachsen (ca. 3.170 Einwohner, OT Vordorf ca. 1.495 Einwohner)

Das Objekt befindet sich in mittiger Ortslage einer innerörtlichen Verbindungsstraße mit normalem bis starkem Verkehr. Die Nachbarschaft ist durch aufgelockerte, offene Wohnbebauung geprägt, mit einzelnen Nebengebäuden und vereinzelter Grenzbebauung. Beeinträchtigungen bestehen insbesondere durch den Straßenverkehr der Hauptstraße, ansonsten ortsübliche Einflüsse. Es gibt keine bekannten Altlasten oder baubehördlichen Beanstandungen.

Kindergarten und Grundschule befinden sich in Vordorf; weiterführende Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und Ärzte in 3 km Entfernung (Meine) und in Gifhorn. Eine Bushaltestelle liegt in fußläufiger Entfernung, Bahnhöfe in Meine, Gifhorn-Süd und Braunschweig (ICE).

Das Grundstück ist eben, mit unregelmäßigem Zuschnitt. Ein Teil ist als Gartenfläche gestaltet, andere Bereiche sind ungepflegt und verwildert; Einfriedungen durch Maschendrahtzaun vorhanden.

Hinweis: Die Position auf der Karte ist möglicherweise ungenau. Angabe ohne Gewähr.

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Alle oben gemachten Angaben ohne Gewähr.