Versteigerungsdaten/​Terminsbestimmung

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Mittwoch, 1. April 2026 um 10:30 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Trier, Sitzungssaal 230, Justizstraße 2,4,6, 54290 Trier öffentlich versteigert werden:

  • Lfd. Nr. 1: Doppelhaushälfte - Verkehrswert: 230.000,00 €

  • Lfd. Nr. 2: zwei Garagen - Verkehrswert: 40.000,00 €

  • Lfd. Nr. 3: Gartenparzelle - Verkehrswert: 30.000,00 €

Gesamtverkehrswert: 300.000,00 €

Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

Verkehrswert
300.000,00 €
Versteigerungstermin
01.04.2026, 10:30 Uhr
Aktenzeichen
23 K 86/25
Versteigerungsart
Zwangsversteigerung
Wertermittlungsstichtag
01.01.25
Besichtigungsart
Außenbesichtigung
Wertgrenzen
gelten
Amtliche Bekanntmachung Gutachten

Objektdaten

Garten/-mitbenutzungGarageDuscheBadewanne
Objekttyp
Doppelhaushälfte
Wohnfläche
126 m²
Heizungsart
Zentralheizung
Objektzustand
renovierungsbedürftig
Baujahr
1887
Verfügbarkeit
unbekannt
Anzahl Etagen
2 + KG

Objektbeschreibung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um eine Doppelhaushälfte mit zwei nebeneinanderstehenden Garagen sowie einer separaten Gartenparzelle.

Besichtigung

Das Objekt wurde am 30. April 2025 besichtigt. Die Bewertung erfolgte überwiegend in Augenschein sowie anhand vorliegender Unterlagen und Aufmaße.

Gebäude

Das Hauptgebäude ist eine massiv errichtete Doppelhaushälfte aus dem Jahr 1887, die ursprünglich als Eisenbahnhaus für mehrere Parteien gebaut wurde. Sie befindet sich in einer Denkmalzone und steht unter Ensembleschutz. Der Gebäudekomplex besteht aus einem Kellergeschoss, zwei Vollgeschossen und einem nicht ausgebauten Satteldach. Die Wohnfläche beträgt insgesamt ca. 2 x 63 m² (Erdgeschoss und Obergeschoss jeweils separat erschlossen, einzelne Wohnung je Etage). Die Bausubstanz besteht aus Kalksteinmauerwerk mit gestalterisch hochwertiger Sichtmauerwerk-Fassade und segmentbogigen Fenster- sowie Eingangsöffnungen in Sandstein. Die Kellerdecke ist als Kappendecke ausgeführt, die übrigen Decken als Holzbalkendecken.

Das Gebäude wurde in den 1990er Jahren sowie um 2008 teilsaniert (Fenster 1986/89, Dacheindeckung erneuert). Die Grundrissgestaltung ist typisch für die Bauzeit, die Räume sind zweckmäßig geschnitten, Kücheneinbau und Sanitärbereiche wurden modernisiert. Die Belichtung durch Fenster ist insbesondere straßenseitig gut, die Seiten- und Giebelfenster halten sich in Anzahl jedoch zurück. Die Nutzung erfolgt als Einfamilienhaus mit zwei abgetrennten Wohneinheiten, die über ein gemeinsames Treppenhaus verbunden sind. Das Gebäude weist einen moderaten Modernisierungsbedarf auf. Es bestehen Feuchtigkeitsprobleme an den Kellerwänden sowie Brandschäden an einer Speichertreppe. Die energetische Ausstattung entspricht im Wesentlichen dem Stand der letzten Umbauten.

Das Objekt ist als Teil einer historischen Häuserzeile städtebaulich bedeutsam, jedoch nicht einzeln denkmalgeschützt, sondern Teil eines Ensembles.

Weitere Gebäude

Auf dem Garagen-Grundstück wurden die ehemals vorhandenen Ställe durch zwei ca. 1995 errichtete Fertiggaragen ersetzt. Die Stellflächen sind gepflastert. Auf der rückwärtigen Gartenparzelle befindet sich ein einfaches Holz-Gartenhaus (ca. 6 x 2,5 m, Satteldach mit Pappeindeckung).

Grundstück

Das Hausgrundstück ist rechteckig geschnitten (ca. 291 m²), die dazugehörige Garagenparzelle misst ca. 60 m², die Gartenparzelle ca. 683 m², insgesamt ca. 1.034 m². Das Grundstück ist eben und grenzt an den Bahndamm; die Gartenparzelle liegt in zweiter Reihe, teilweise verwildert, mit teils angelegtem Zier- und Strauchbewuchs.

Nutzung

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Anwesen als Wohnhaus eigengenutzt oder zumindest bezugsbereit.


Ausstattung

  • Dachform: Satteldach, nicht ausgebaut, Schieferdeckung, Dachrinnen und Fallrohre aus Zinkblech

  • Heizung & Warmwasser: Gastherme (Baujahr ≥2000, Speicher von 2022)

  • Wärmeübertragung: Heizkörper (nicht weiter spezifiziert)

  • Elektroinstallation: zeitgemäß, teils modernisiert seit den 1990er-Jahren

  • Böden: PVC, Laminat, Fliesen, Hobeldielen

  • Fenster: Kunststoff, weiß, doppelt bis dreifach verglast, Baujahr 1986/87, mit PVC-Rollläden

  • Sanitärausstattung: EG Duschbad (raumhoch gefliest, Fenster); OG Wannenbad (türhoch gefliest, Fenster)


Lage

Konz (Stadtteil Karthaus), ca. 18.500 Einwohner, Landkreis Trier-Saarburg, Rheinland-Pfalz.

Das Objekt befindet sich im nördlichen Bereich unmittelbar angrenzend an die Bahntrasse. Die Nachbarschaft besteht überwiegend aus historischen Reihen- und Doppelhäusern. Die direkte Lage am Bahngleis bringt eine Beeinträchtigung durch Lärm und Erschütterungen mit sich; entsprechende Dienstbarkeiten zur Duldung sind grundbuchlich gesichert. Die Wohnlage ist für den Ortsteil durchschnittlich bis gut, jedoch durch die Bahnnähe eingeschränkt. Es handelt sich um ein Wohngebiet in ebener Lage. Im rückwärtigen Bereich schließt Gartenland an.

Die Versorgung mit Infrastruktur ist sehr gut: Alle Schulformen, Kindergärten, Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten sowie Bus- und Bahnanbindungen sind im Ort verfügbar. Die Anbindung an Luxemburg ist für Pendler besonders interessant.


Hinweis: Die Position auf der Karte ist möglicherweise ungenau. Angabe ohne Gewähr.

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