Zwangsversteigerung 5-Zimmer-Wohnung mit Balkon
Advokatenweg 44, 06114 Halle (Saale) - Stadtbezirk Nord
- Verkehrswert
- 456.000,00 €
- Versteigerungstermin
- 20.10.2026, 10:00 Uhr
- Aktenzeichen
- 555 K 38/24
- Verkehrswert
- 456.000,00 €
- Versteigerungstermin
- 20.10.2026, 10:00 Uhr
- Aktenzeichen
- 555 K 38/24
Versteigerungsdaten/Terminsbestimmung
Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft soll am Dienstag, 20. Oktober 2026 um 10:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Halle (Saale), Saal/Raum 2.047, Thüringer Straße 16, 06112 Halle (Saale), öffentlich versteigert werden:
Verkehrswert: 456.000,00 €
Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.
- Verkehrswert
- 456.000,00 €
- Versteigerungstermin
- 20.10.2026, 10:00 Uhr
- Aktenzeichen
- 555 K 38/24
- Versteigerungsart
- Teilungsversteigerung
- Wertermittlungsstichtag
- 06.03.25
- Besichtigungsart
- Außenbesichtigung
- Wertgrenzen
- gelten
Objektdaten
- Objekttyp
- Fünfzimmerwohnung und mehr
- Wohnfläche
- 208 m²
- Heizungsart
- Zentralheizung
- Objektzustand
- gepflegt
- Baujahr
- ca. 1890
- Verfügbarkeit
- vermietet
Objektbeschreibung
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um eine vermietete Fünfzimmer-Wohnung im 1. Obergeschoss einer grundlegend sanierten gründerzeitlichen Stadtvilla mit Balkon.
Besichtigung:
Das Objekt wurde am 06.03.2025 überwiegend von außen besichtigt; zugänglich waren die Außenbereiche sowie das gemeinschaftliche Treppenhaus und Teile des Untergeschosses. Das Wohnungseigentum Nr. 3 konnte innen nicht besichtigt werden, sodass die Bewertung insoweit auf äußerem Eindruck, Grundrissen und vorgelegten Innenfotos beruhte.
Wohnung
Die Wohnung Nr. 3 liegt im 1. Obergeschoss und umfasst das gesamte Geschoss. Es handelt sich um eine Fünfzimmerwohnung mit einer angerechneten Wohnfläche von rd. 208 m². Nach den Unterlagen besteht sie aus Flur, fünf Zimmern, Balkon, Küche mit Essplatz, Wannenbad, innenliegendem Duschbad und Tages-WC. Abweichend vom Teilungsplan wurde eine ehemalige Speisekammer von der Küche getrennt und zu einem geräumigen Duschbad umgebaut.
Die Grundrissgestaltung ist großzügig und für ein repräsentatives Altbaugeschoss typisch. Drei Zimmer, die Küche sowie die Sanitärräume sind direkt vom Flur erschlossen; das Eckzimmer und ein kleineres Zimmer sind als gefangene Räume ausgebildet. Zwischen sämtlichen Zimmern bestehen Verbindungstüren. Die Belichtung erfolgt nach Norden, Süden und Westen; der Balkon ist westlich ausgerichtet. Aufgrund der Geschosslage, der Ausrichtung und der großformatigen Raumstruktur ist von guter Belichtung und Besonnung auszugehen.
Eine Innenbesichtigung fand nicht statt. Der Sachverständige unterstellt daher einen gepflegten Zustand mit durchschnittlichem Renovierungsbedarf und nur geringen Mängeln. Festgestellt wurde, dass Fensterbrüstungen teilweise nur ca. 68 cm hoch und damit nicht durchsturzgeschützt sind.
Gebäude
Das Gebäude ist eine gründerzeitliche Stadtvilla als Eck- bzw. Endhaus eines geschlossenen Straßenzugs, deren Errichtung auf ca. 1890 geschätzt wird. Es verfügt über ein Untergeschoss, zwei Vollgeschosse und einen ausgebauten Dachraum. Zwischen 1998 und ca. 2000 erfolgte eine grundlegende Sanierung und Modernisierung; 2012 wurde eine Balkonanlage errichtet, 2020 eine Dachterrasse im Dachbereich. Das Gebäude ist in Miteigentumsanteile aufgeteilt und umfasst insgesamt 6 Wohneinheiten bzw. Nutzungen innerhalb von 5 Miteigentumsanteilen.
Im Untergeschoss befinden sich Haustechnikräume, nicht zugeordnete Kellerverschläge und zwei kleine Wohnungen. Das Erdgeschoss ist als Teileigentum ausgewiesen, wurde zum Besichtigungszeitpunkt jedoch zu Wohnzwecken genutzt. Das 1. Obergeschoss wird durch die Bewertungswohnung eingenommen, der Dachraum ist in zwei weitere Sondereigentume aufgeteilt. Der Zugang erfolgt südlich über einen Treppenraum, der alle Ebenen erschließt.
Das Gebäude macht insgesamt einen soliden und gepflegten Eindruck. Wertrelevante Mängel am Gemeinschaftseigentum bestehen jedoch insbesondere an den Gaubenfronten mit Holzschäden, am Sockel mit Ausblühungen bzw. absandendem Putz, an leicht rostigen und nicht brandschutzgeschützten Trägern der Kappendecke über dem Untergeschoss sowie mit Feuchtigkeitsspuren im Treppenhausuntergeschoss. Hinzu kommen Schäden an historischen Treppenhausfenstern, unzureichende Absturzsicherungen am Geländer und an Fensterbrüstungen, eine ungewöhnlich hohe Eingangsstufe sowie mitgeteilte Dachundichtigkeiten einschließlich Reparaturbedarf an Lichtkuppeln. Für das Gebäude besteht kein Einzeldenkmalschutz; die äußere Erscheinung ist jedoch als Teil der Gesamtanlage „Mühlwegviertel“ denkmalgeschützt.
Nutzung:
Zum Wertermittlungs-Stichtag war die Wohnung fremdvermietet und bewohnt; das Gesamtgebäude wurde tatsächlich vollständig zu Wohnzwecken genutzt.
Lage
Das Objekt liegt in Halle (Saale), Ortsteil Giebichenstein/Mühlwegviertel, mit rund 228.000 Einwohnern, im Landkreis kreisfreie Stadt Halle (Saale), Bundesland Sachsen-Anhalt.
Es handelt sich um eine gute innerstädtische Wohnlage am südlichen Rand des Stadtteils. Das Grundstück ist ein Eckgrundstück an zwei Wohnstraßen ohne Durchgangsverkehr mit Kopfsteinpflaster, befestigten Fußwegen und beidseitigen Standspuren. Die Nachbarschaft ist durch zwei- bis dreigeschossige Mehrfamilienhäuser in überwiegend geschlossener Bauweise geprägt, teils mit gewerblicher oder freiberuflicher Nutzung; gegenüber befindet sich ein Krankenhaus.
Die Innenstadt ist gut erreichbar, der Hauptbahnhof liegt in etwa 3 km Entfernung. Mehrere Straßenbahnlinien sind fußläufig erreichbar; zudem besteht Anschluss an das überregionale Straßen- und Bahnnetz. Einrichtungen des täglichen Bedarfs sowie die für eine Großstadt üblichen Angebote an Schulen, Kindergärten, Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten sind in innerstädtischer Lage grundsätzlich vorhanden.
Das Grundstück ist 739 m² groß, rautenförmig zugeschnitten und folgt den Straßenverläufen. Es steigt von Südwesten nach Nordosten leicht an. Südlich des Gebäudes überwiegen befestigte Flächen, weitere Freiflächen sind gärtnerisch gestaltet. Vorhanden sind unter anderem Granit- und Betonsteinpflaster, straßenseitige Einfriedungen mit schmiedeeisernen Zäunen auf Sichtmauerwerk, Briefkastenanlage, Fahrradständer sowie Bewuchs mit Rasen, Sträuchern, Bodendeckern, Efeu und zwei hohen Laubbäumen. Zwei Stellplätze an der östlichen Grundstücksgrenze sind genehmigt bzw. möglich, aber nicht angelegt.
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Alle oben gemachten Angaben ohne Gewähr.



