Versteigerungsdaten/Terminsbestimmung
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Mittwoch, 2. Dezember 2026 um 9:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Trier, Sitzungssaal 230, Justizstraße 2,4,6, 54290 Trier öffentlich versteigert werden:
Verkehrswert: 175.000,00 €
Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.
- Verkehrswert
- 175.000,00 €
- Versteigerungstermin
- 02.12.2026, 09:00 Uhr
- Aktenzeichen
- 23 K 94/25
- Versteigerungsart
- Zwangsversteigerung
- Wertermittlungsstichtag
- 13.11.25
- Besichtigungsart
- Innen- und Außenbesichtigung
- Wertgrenzen
- gelten
Objektdaten
- Objekttyp
- Doppelhaushälfte
- Wohnfläche
- 160 m²
- Grundstücksfläche
- 290 m²
- Heizungsart
- Zentralheizung
- Objektzustand
- sanierungsbedürftig
- Baujahr
- 1948
- Verfügbarkeit
- vermietet
Objektbeschreibung
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um eine Doppelhaushälfte mit Garage.
Besichtigung:
Das Objekt wurde am 13.11.2025 örtlich besichtigt und in wesentlichen Innen- und Außenbereichen in Augenschein genommen. Das Objekt wurde teilweise auf Grundlage von Unterlagen, insbesondere Mietvertrag, Katasterplan und weiteren Auskünften, bewertet.
Gebäude
Die in Massivbauweise errichtete Doppelhaushälfte wurde auf ein sachverständig geschätztes Baujahr 1948 datiert. Es handelt sich um ein unterkellertes Wohngebäude mit teilweise ausgebautem Dachgeschoss, das als Einfamilienhaus konzipiert ist. Die der Wertermittlung zugrunde gelegte Wohnfläche beträgt ca. 160 m² nach Mietvertrag; die Bruttogeschossfläche des Wohnhauses wurde aus dem Katasterplan mit ca. 347 m² abgeleitet.
Aus der Konzeption als Einfamilienhaus, der Wohnfläche und der Gebäudestruktur ergibt sich jedoch ein Wohnhaus mit Keller-, Erd-, Ober- und teilweisem Dachgeschossbereich. Der Grundriss erscheint altersbedingt eher klassisch und funktional. Die Lage des Hauses ermöglicht nach den Gutachtenangaben eine gute Belichtung, gute Besonnung und eine attraktive Fernsicht.
Der bauliche Zustand ist deutlich unterdurchschnittlich. Es besteht ein erheblicher Instandhaltungs- und Modernisierungsstau. Im Kellergeschoss wurden an erdberührten Außenwänden deutliche Feuchtigkeitsschäden mit Ausblühungen und abblätternden Beschichtungen festgestellt; ein früherer Schimmelschaden soll lediglich oberflächlich instand gesetzt worden sein. Am Dach bestehen laut Protokollangaben mehrere Undichtigkeiten der Schieferdeckung mit wiederkehrendem Feuchtigkeitseintritt in Innenräume; hiervon sind auch Holzbalkendecken betroffen. Die Dachdämmung wurde nicht fachgerecht angebracht, Dampfsperren sind beschädigt oder fehlen. Weitere Mängel betreffen verwitterte Fenster und Außenbauteile, Risse in der Bausubstanz, brandschutzrelevante Defizite im Heizungsraum, beschädigte Treppen und allgemeine Gebrauchsspuren. In den letzten 15 bis 20 Jahren sollen keine wertrelevanten Modernisierungen erfolgt sein. Die wirtschaftliche Restnutzungsdauer wurde mit 13 Jahren angesetzt.
weitere Gebäude
Auf dem Grundstück befindet sich zusätzlich eine angegliederte Garage mit einer aus dem Katasterplan abgeleiteten Bruttogeschossfläche von ca. 22 m². Auch hier besteht erheblicher Instandsetzungsstau. Es dringt Wasser ein, die Bausubstanz ist durchfeuchtet, Teile des Außenwandputzes fehlen, die Gebäudehülle ist stark verwittert und augenscheinlich von grünlichem Befall betroffen.
Nutzung:
Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Objekt zu Wohnzwecken vermietet.
Ausstattung
Dachform/Dachdeckung: Dach augenscheinlich mit Naturschiefer gedeckt; Dachgeschoss teilweise ausgebaut, Spitzboden nicht begangen
Heizung & Warmwasser: Ölheizung mit Öllager; am Brennkessel ist das Baujahr 1991 vermerkt
Elektroinstallation: Sicherungskasten vorhanden; Versorgungstechnik im Kellergeschoss teilweise mit Durchbrüchen und laut Protokollangaben teils defekter Technik
Fenster: Fenster teilweise mit starken Verwitterungsspuren und schwarzem Schädlingsbelag; Dachflächenfenster mit Feuchtigkeits- und Verwitterungsspuren im Innenbereich; Rollladenkästen im Erdgeschoss vorhanden
Sanitär: Badezimmer mit gerissenen Fliesen und losem Spalt an der Badewanne
Lage
Das Objekt liegt in Saarburg, Stadtteil Beurig, mit rund 7.500 Einwohnern im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz.
Die Mikrolage ist als gute Wohnlage eingeordnet. Das Wohnumfeld ist von 1- bis 2-Familienhäusern und älteren Einzelhäusern in einem nicht homogenen Straßenabschnitt geprägt. Das Grundstück liegt an einer innerörtlichen Straße. Leichte Lärmeinwirkungen bestehen insbesondere durch Bahnlärm.
Kindergarten, Grundschule, Realschule, Ärzte, Apotheke und ein Lebensmitteldiscounter befinden sich in kurzer Distanz, teils fußläufig. Eine Bushaltestelle liegt sehr nahe, der Bahnhof Saarburg ist ebenfalls gut erreichbar; die Anbindung an das regionale Straßennetz ist gut.
Das Grundstück ist 290 m² groß, annähernd rechteckig zugeschnitten und steigt zur Straßenseite an. Es grenzt rückwärtig unmittelbar an eine Schule, was wertmindernd berücksichtigt wurde. Es handelt sich um baureifes Land im Flächennutzungsplanbereich eines gemischten Gebiets; ein Bebauungsplan besteht nicht.
Copyright © 2026 immobilienpool.de Media GmbH & Co. KG
Alle oben gemachten Angaben ohne Gewähr.

