Versteigerungsdaten/​Terminsbestimmung

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Mittwoch, 9. Dezember 2026 um 9:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Freiburg im Breisgau, Sitzungssaal XIV, Bismarckallee 2, 79098 Freiburg öffentlich versteigert werden:

Objektbeschreibung/Lage (lt. Angabe d. Sachverständigen /bzw. Festsetzung des Verkehrswerts ) :

1) Flurstück 268/1: Reihenmittelhaus, Wfl. 190 m², Wert: 550.000,00 €
2) Flurstück 267: Reihenmittelhaus, Wfl. 185 m², Wert: 380.000,00 €
3) Flurstück 268: Reihenmittelhaus, Wfl. 211 m², Wert: 390.000,00 €;

Verkehrswert: zu 1-3 1.320.000,00 €

Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

Verkehrswert
1.320.000,00 €
Versteigerungstermin
09.12.2026, 09:00 Uhr
Aktenzeichen
791 K 81/25
Versteigerungsart
Zwangsversteigerung
Wertermittlungsstichtag
21.10.25
Besichtigungsart
Innen- und Außenbesichtigung
Wertgrenzen
gelten
Amtliche Bekanntmachung Gutachten 136 Seiten 8 MB

Objektdaten

BalkonKellerAbstellraumGarageTerrasseDuscheBadewanne
Objekttyp
Reihenhaus
Heizungsart
Zentralheizung
Objektzustand
renovierungsbedürftig
Verfügbarkeit
teils vermietet, teils leerstehend

Objektbeschreibung

Bei den Versteigerungsobjekten handelt es sich um drei Reihenmittelhäuser auf drei Flurstücken.

Besichtigung:

Das Objekt wurde an zwei Ortsterminen teilbesichtigt. Besichtigt wurden bei Haus 1 die Wohnungen im Erd-, Ober- und Dachgeschoss sowie Wohnung 3 im Hof und der Keller, bei Haus 1a die beiden Wohnungen und bei Haus 3 die Wohnungen sowie der Keller; im Übrigen beruhte die Bewertung teilweise auf Unterlagen und Augenschein.

Gebäude

Die vorrangig wertrelevanten Objekte sind drei zweiseitig angebaute Reihenmittelhäuser auf den Flurstücken 267, 268/1 und 268. Haus 1a weist mit 550.000 € den höchsten Verkehrswert auf; die Häuser 1 und 3 wurden jeweils mit 380.000 € bzw. 390.000 € bewertet. Haus 1 und Haus 3 stammen im Rohbau wohl aus dem 19. bis 20. Jahrhundert, der Ausbau ist jünger; beide Gebäude wurden für die Wertermittlung mit einem fiktiven Baujahr 1985 angesetzt. Haus 1a wurde im Rohbau und Ausbau auf etwa 2000 datiert. Alle Gebäude sind teilsaniert, nicht denkmalgeschützt und weisen teilweise Baumängel und Bauschäden auf.

Haus Am Lindle 1:

Haus 1 auf 119 m² Grundstücksfläche verfügt über ca. 293 m² Bruttogrundfläche zuzüglich Teilkeller von ca. 50 m² und ca. 185 m² Wohnfläche. Es umfasst drei Wohnungen: eine 1-Zimmer-Wohnung im Erdgeschoss, eine Maisonettewohnung über Ober- und Dachgeschoss sowie eine weitere 1-Zimmer-Wohnung im Hof. Das Gebäude hat Erd- und Obergeschoss als Vollgeschosse, ein teilweise ausgebautes Dachgeschoss und einen Teilkeller. Der Grundriss ist überwiegend verschachtelt, mit Durchgangs- und teils gefangenen Räumen; Belichtung und Besonnung sind angesichts der Fensterlagen und Hofflächen insgesamt brauchbar, jedoch nicht durchgängig zeitgemäß. Wohnung 2 verfügt über Balkon und Dachterrasse. Der Zustand ist uneinheitlich, teils modernisiert, teils renovierungsbedürftig.

Haus Am Lindle 1A:

Haus 1a auf 199 m² Grundstücksfläche ist das größte und wertvollste Gebäude mit ca. 409 m² Bruttogrundfläche und ca. 190 m² Wohnfläche. Es besitzt ein nicht ausgebautes Erdgeschoss sowie Wohnnutzung im Obergeschoss und teilweise im Dachgeschoss. Vorhanden sind zwei Wohnungen: eine Maisonettewohnung links über Ober- und Dachgeschoss sowie eine 2-Zimmer-Wohnung rechts im Obergeschoss. Hinzu kommen Heizungsraum, Waschraum und eine Garage. Die Umnutzung einer Scheune zu Wohnzwecken wurde 2018 aktenkundig; dabei wurde die Firsthöhe angepasst. Die Grundrissgestaltung ist gegenüber den Altbauten moderner, jedoch ebenfalls nicht frei von funktionalen Nachteilen. Die linke Wohnung bietet Terrasse, die rechte Wohnung Wintergarten und Balkon. Belichtung und Besonnung sind insgesamt ordentlich. Der Zustand ist überwiegend modernisiert, jedoch mit Feuchtigkeitsschaden im Dachgeschoss links sowie konstruktiven und ausstattungsbedingten Schwächen, etwa beim nicht isolierten Wintergartendach und teils einfacher Verglasung.

Haus Am Lindle 3:

Haus 3 auf 145 m² Grundstücksfläche umfasst ca. 295 m² Bruttogrundfläche zuzüglich Teilkeller von ca. 60 m² und ca. 211 m² Wohnfläche. Es enthält eine 2-Zimmer-Wohnung im Erdgeschoss sowie eine große Maisonettewohnung über Ober- und Dachgeschoss. Das Gebäude hat Erd- und Obergeschoss als Vollgeschosse, ein teilweise ausgebautes Dachgeschoss und einen Teilkeller. Auch hier ist die Grundrissgestaltung eher altbautypisch verschachtelt. Die Belichtung ist durch Fenster zu Straße und Hof grundsätzlich ausreichend. Wohnung 2 verfügt über Balkon; einzelne Räume zeigen modernisierte Elemente, zugleich aber beschädigte Bodenbeläge und uneinheitliche Ausstattungsstände. Insgesamt besteht ein teilsanierter, in Teilen renovierungsbedürftiger Zustand.

Nutzung:

Zum Wertermittlungs-Stichtag war Haus 3 mit beiden Wohnungen leerstehend. In Haus 1 standen die Erdgeschosswohnung sowie die Hofwohnung leer; die Wohnung im Obergeschoss war vermietet. In Haus 1a waren beide Wohnungen vermietet.

Ausstattung

  • Dachform/Dachkonstruktion: Holzkonstruktion; Haus 1 und 3 mit harter Dachdeckung, teilweise ausgebautem Dachgeschoss

  • Heizung & Warmwasser: Gas-Sammelheizung, Wärmepumpe sowie Einzelöfen aus Holz; teilweise Kaminöfen bzw. Kamine für Holzbefeuerung; Warmwasser teils elektrisch; Wärmeabgabe teils über Handtuchheizkörper in Bädern

  • Elektroinstallation: überwiegend unter Putz; teilweise Gegensprechanlage mit Türöffner; in Haus 3 EG Elektrik erneuert; im Hof wurden Baumängel an der Elektrik dokumentiert

  • Fenster: teils neuere Kunststofffenster mit Isolierverglasung, teils ältere Holzfenster als Verbundfenster, teilweise Einfachverglasung; straßenseitig teils Holzklappläden und/oder Rollläden; bei Haus 1a teilweise elektrische Rollläden

  • Sanitärausstattung: überwiegend weiße Bäder mit Duschen bzw. Badewannen, Waschtischen, WC, Einhebelmischern und teils Waschmaschinenanschlüssen; mehrfach bodengleiche Duschen, in einzelnen Bädern Handtuchheizkörper, in Haus 3 OG/DG zusätzlich Eckwanne

  • Böden: Laminat in Wohn- und Schlafräumen sowie Fluren; massiver Holzboden und Industrieparkett vereinzelt; großformatige Fliesen und Feinsteinzeug in einzelnen Wohnbereichen und Nassräumen; Balkone/Terrassen teils mit Paneelen, Holzdielen oder Teerpappebelag

Sonstiges

Diese Zwangsversteigerung weist folgende Besonderheit auf: Das oben beschriebene Objekt wird gemeinsam mit einem oder mehreren anderen Objekten versteigert. Dies ist ersichtlich aus den Versteigerungsdaten / Terminsbestimmung (siehe oben). Dabei besteht die Möglichkeit, die Versteigerungsobjekte einzeln oder in einem Gesamtgebot zu ersteigern. Das wird sich jedoch erst beim Versteigerungstermin ergeben und vom Rechtspfleger bekannt gegeben. Nähere Informationen hierzu erfragen Sie bitte bei Gericht, dem Gläubiger oder dem vom Gläubiger beauftragten Vertreter/Makler. Wenn hier kein bzw. nur eines der vorhandenen Gutachten zum Download zur Verfügung gestellt wurde, können alle Gutachten unter dem jeweiligen Aktenzeichen oder beim Amtsgericht eingesehen werden.

Lage

Das Objekt liegt in Müllheim im Markgräflerland mit 20.097 Einwohnern im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg.

Es handelt sich um eine gute, zentrale Wohnlage etwa 300 m südlich des Zentrums mit Innenhoflage. Die Umgebung ist von Wohnbebauung geprägt, teils in Grenzbebauung und mit Reihen- bzw. Wohngebäuden in direkter Nachbarschaft. Die Häuser liegen an einer innerörtlichen Straße; Beeinträchtigungen ergeben sich vor allem aus der dichten Bebauung, der Durchfahrtssituation zu Haus 1a und den beengteren Hofverhältnissen.

Einkaufsmöglichkeiten und Versorgungseinrichtungen befinden sich im Zentrum in kurzer Entfernung. Bushaltestellen sind fußläufig erreichbar, unter anderem an „Turnhalle“ und „Amtsgericht“ in rund 230 bis 250 m Entfernung; der Bahnhof Müllheim liegt etwa 2,6 km entfernt. Damit bestehen gute Anschlüsse an den öffentlichen Nahverkehr sowie weiterführende Bahnverbindungen. Als Mittelzentrum verfügt Müllheim zudem über Schulen, Kinderbetreuung, ärztliche Versorgung und ein erweitertes Dienstleistungsangebot.

Die Grundstücke sind eben. Flurstück 267 ist rechteckig mit ca. 119 m², etwa 8 m Breite und ca. 15 m Tiefe; Flurstück 268 ebenfalls rechteckig mit ca. 145 m², etwa 8 m Breite und ca. 18 m Tiefe. Flurstück 268/1 ist mit ca. 199 m² unregelmäßig geschnitten, vieleckig und etwa 8 bis 16 m breit bei ca. 10 bis 14 m Tiefe. Die Bebauung erfolgt in Grenzbebauung; die Zuwegung zu Haus 1a verläuft über die Durchfahrt der benachbarten Flurstücke. Die Grundstücke sind mit Wasser, Strom und Gas versorgt; Abwasserentsorgung ist vorhanden. Die planungsrechtliche Beurteilung erfolgt nach § 34 BauGB.

Hinweis: Die Position auf der Karte ist möglicherweise ungenau. Angabe ohne Gewähr.

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Alle oben gemachten Angaben ohne Gewähr.