Versteigerungsdaten/Terminsbestimmung
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Freitag, 3. Juli 2026 um 9:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Balingen, Sitzungssaal 0.07, Ebertstraße 20, 72336 Balingen öffentlich versteigert werden:
Lfd. Nr. 1: Wohn-und Ökonomiegebäude - Verkehrswert: 144.800,00 €
Lfd. Nr. 2: Grünland - Verkehrswert: 1.200,00 €
Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.
- Verkehrswert
- 146.000,00 €
- Versteigerungstermin
- 03.07.2026, 09:00 Uhr
- Aktenzeichen
- 10 K 6/24
- Versteigerungsart
- Zwangsversteigerung
- Wertermittlungsstichtag
- 12.03.25
- Besichtigungsart
- Innen- und Außenbesichtigung
- Wertgrenzen
- gelten
Objektdaten
- Objekttyp
- Bauernhaus
- Wohnfläche
- 120 m²
- Nutzfläche
- 423 m²
- Heizungsart
- Ofen
- Objektzustand
- renovierungsbedürftig
- Baujahr
- 1900
- Verfügbarkeit
- eigengenutzt
Objektbeschreibung
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein Wohn- und Ökonomiegebäude (Flurstück 300) sowie eine separate Landwirtschaftsfläche (Grünland).
Besichtigung
Das Objekt wurde am 12.03.2025 durch Augenscheinnahme von außen und innen besichtigt. Es wurden die baulichen Anlagen, das Grundstück sowie die Zufahrtssituation und Umgebung in Augenschein genommen. Die Bewertung erfolgte auf Grundlage der Besichtigung sowie unter Einbeziehung von Bauunterlagen und Katasterdaten.
Gebäude
Das Hauptgebäude ist ein ehemaliges bäuerliches Wohnhaus mit angrenzender Scheune und Stall, dessen Ursprung ca. um 1900 anzusetzen ist. Nach einem Brand wurde es 1968 wiederaufgebaut. Die Bauweise besteht aus massivem Mauerwerk mit ausgeriegeltem Holzfachwerk. Es erstreckt sich über ein Erdgeschoss, ein Obergeschoss und ein nicht ausgebautes Dachgeschoss, wobei das Erdgeschoss (straßenseitig) auf Geländeniveau liegt. Das Satteldach (hart eingedeckt, zweite Generation) ist augenscheinlich intakt und das Gebäude ist nach Norden hin auf abschüssigem Gelände errichtet.
Das Wohngebäude verfügt über eine Wohnfläche von ca. 120 m², die Bruttogrundfläche beträgt ca. 471 m². Die Wohnfläche verteilt sich auf mehrere Räume, davon Wohnzimmer, Küche, Bad und Schlafzimmer. Ein Mittelbalkon gartenseitig ist lediglich von einfacher Bauart.
Der bauliche Zustand wird insgesamt als unterdurchschnittlich bewertet; lediglich einzelne Räume (u. a. im Untergeschoss) wurden seit etwa 2011 renoviert. Die sanitären Anlagen entsprechen dem Ausstattungsniveau der 1970er Jahre. In Küche und Wohnbereich kamen einzelne Modernisierungen wie Laminatböden nach 2011 hinzu, ansonsten finden sich ältere PVC-Beläge, Tapeten und Vertäfelungen. Die Fassade besteht aus Putz- und Eternit-Vertäfelung in unterdurchschnittlichem Zustand, die Fenster sind unterschiedlich erneuert (meist Kunststoff, vereinzelt Holz, teils 2-fach-verglast, teilweise aus 2016/17). Die Wohnräume bieten eine durchschnittliche Belichtung, Grundrissgestaltung ist als ländlich-funktional zu bezeichnen.
Das Gebäude ist nicht denkmalgeschützt, das Grundstück liegt aber auf einer archäologischen Verdachtsfläche, sodass bei Bodeneingriffen Abstimmungen mit den Denkmalschutzbehörden erforderlich werden könnten. Denkmalschutzrechtliche Auswirkungen auf den Wert wurden nicht angesetzt.
Weitere Gebäude
Zum Gebäudekomplex gehört ein Ökonomiegebäude (Stall/Scheune, Anbau für Geräte/Hühner). Die Gesamtbruttogrundfläche beträgt ca. 381 m². Dieser Bereich befindet sich in einem deutlich unterdurchschnittlichen Zustand, wird aktuell als Schafstall und Lagerfläche genutzt und ist nur eingeschränkt zugänglich. Die Nutzungsmöglichkeiten bleiben erhalten, obwohl Modernisierungs-/Sanierungsbedarf besteht.
Grundstück
Das Grundstück ist insgesamt ca. 1.859 m² groß und unterteilt sich in Vorderland (um das Gebäudebereich, ca. 1.000 m²) und Hinterland (hausnahes Gartenland, ca. 859 m²). Die Grundstücksform ist unregelmäßig, die Topografie nach Norden abschüssig. Das Grundstück besitzt keinen eigenen Zugang zu einer öffentlichen Straße, die Zufahrt wird über ein fremdes Grundstück geduldet (Notweg). Ein Teil der Flächen dient als Garten/Abstellfläche, weitere sind mit Rasen oder Schotter befestigt. Die Erschließung mit Wasser, Abwasser und Strom (Freileitung) ist gegeben, Gasanschluss ist nicht bekannt.
Nutzung
Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Objekt vom Eigentümer selbst genutzt. Mietverhältnisse bestehen nicht. Die Wohnbereiche werden eigengenutzt, die landwirtschaftlichen Flächen (Stall/Scheune) dienten zuletzt der Tierhaltung und Lagerung.
Ausstattung
Satteldach, zweite Generation, hart eingedeckt
Wohnungsheizung über drei Einzel-Feststoff-Öfen (Wohnzimmer OG, Küche OG, Waschküche EG)
Elektroinstallation vermutlich aus älteren Baujahren, funktionsfähig, jedoch als veraltet eingeschätzt
Fenster: überwiegend Kunststofffenster, teilweise 2-fach verglast, vereinzelt Holz-Kastenfenster, Teil-Erneuerung 2016/17
Böden: Laminat und PVC (teilweise nach 2011 erneuert), kleine und großformatige Fliesen im Bad bzw. in Küche und Essbereich
Sanitärausstattung: Wannenbad (Ausstattung ca. 1970er Jahre), einfache Ausstattung
Sonstiges
Diese Zwangsversteigerung weist folgende Besonderheit auf: Das oben beschriebene Objekt wird gemeinsam mit einem oder mehreren anderen Objekten versteigert. Dies ist ersichtlich aus den Versteigerungsdaten / Terminsbestimmung (siehe oben). Dabei besteht die Möglichkeit, die Versteigerungsobjekte einzeln oder in einem Gesamtgebot zu ersteigern. Das wird sich jedoch erst beim Versteigerungstermin ergeben und vom Rechtspfleger bekannt gegeben. Nähere Informationen hierzu erfragen Sie bitte bei Gericht, dem Gläubiger oder dem vom Gläubiger beauftragten Vertreter/Makler. Wenn hier kein bzw. nur eines der vorhandenen Gutachten zum Download zur Verfügung gestellt wurde, können alle Gutachten unter dem jeweiligen Aktenzeichen oder beim Amtsgericht eingesehen werden.
Lage
Rosenfeld (Ortsteil Täbingen), Landkreis Zollernalbkreis, Baden-Württemberg; Einwohner 6.590
Das Objekt befindet sich im östlichen Randbereich des Ortsteils Täbingen der Stadt Rosenfeld. Die Wohnlage wird als gute Durchschnittslage beurteilt. Die Bebauung der Umgebung ist überwiegend von Wohnhäusern und landwirtschaftlich genutzten Gebäuden geprägt, die Nachbarschaft erscheint homgen und ländlich. Die Zufahrt zum Grundstück erfolgt über ein benachbartes Privatgrundstück (Notweg); eine öffentliche Anbindung fehlt – entsprechende Duldung besteht aktuell, allerdings nicht dinglich gesichert, offene rechtliche Streitpunkte zur Zufahrtsregelung sind möglich. Das direkte Wohnumfeld weist keine gravierenden Immissionen oder Beeinträchtigungen auf; ein Naturschutzgebiet oder Biotop liegt nicht an.
Alle üblichen Infrastrukturen stehen in Rosenfeld zur Verfügung: drei Grundschulen, eine Gemeinschaftsschule, ein Gymnasium sowie ärztliche Versorgung und Einkaufsmöglichkeiten sind vorhanden. Die nächste Haltestelle des ÖPNV ist im Ort erreichbar, Regionalbahnhof Balingen in ca. 14 km Entfernung; Bundesstraßenanschluss (B27) ca. 5,3 km, Autobahn (A81) in ca. 14 km erreichbar. Kindergärten, medizinische Grundversorgung und Einkaufsmöglichkeiten sind im Wohnumfeld gegeben.
Das Grundstück ist nach Norden abfallend, der Zuschnitt ist unregelmäßig. Ein Teil dient als Garten- oder Abstellfläche, einzelnen Bereiche werden als Lager oder für Tierhaltung genutzt, der Bewuchs ist zum Teil Rasen. Die Erschließung mit Ver- und Entsorgungsleitungen ist gegeben, ein wirtschaftlich optimaler Zugang zu einer öffentlichen Straße bzw. baurechtlich „vollwertige“ Erschließung ist nicht vorhanden.
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