Versteigerungsdaten/​Terminsbestimmung

Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft soll am Dienstag, 8. September 2026 um 14:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Calw, Sitzungssaal 100, Schillerstraße 11, 75365 Calw öffentlich versteigert werden:

Lfd. Nr. 1: als Grünland genutzt; verpachtet, Verkehrswert: 6.400,00 €
Lfd. Nr. 2: als Ackerland genutztes Grünland; verpachtet, Verkehrswert: 6.000,00 €
Lfd. Nr. 3: Bauland im Entwicklungszustand mit Rohbauland; verpachtet: Verkehrswert: 280.000,00 €
Lfd. Nr. 4: landwirtschaftliche Fläche mit diversem Baumbestand, Verkehrswert: 53.160,00 €

Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

Verkehrswert
siehe Gutachten
Versteigerungstermin
08.09.2026, 14:00 Uhr
Aktenzeichen
1 K 46/24
Versteigerungsart
Teilungsversteigerung
Wertermittlungsstichtag
19.02.26
Wertgrenzen
gelten
Amtliche Bekanntmachung Gutachten 62 Seiten 3 MB

Objektdaten

Objekttyp
Feld, Wald und Wiese
Verfügbarkeit
verpachtet

Objektbeschreibung

Bei den Versteigerungsobjekten handelt es sich um vier Grundstücke: zwei verpachtete landwirtschaftliche Flächen, ein verpachtetes Bauland im Entwicklungszustand mit Rohbauland sowie eine Waldfläche mit diversem Baumbestand.

Besichtigung:

Das Objekt wurde im Rahmen eines Ortstermins am 19.02.2026 hinsichtlich der drei Grundstücke in Augenschein genommen; die Bewertung stützt sich ergänzend auf Grundbuch-, Kataster-, Planungs- und Bodenrichtwertunterlagen. Das Waldgrundstück wurde bei einem Begang am 06.03.2025 gesondert aufgenommen; der Holzvorrat im Alt- und Baumholz wurde durch Vollaufnahme ermittelt, weitere Bestandesmerkmale wurden geschätzt.

Grundstück

Versteigert werden insgesamt vier unbebaute Flächen mit unterschiedlichen Nutzungs- und Entwicklungszuständen. Wertprägend ist vor allem das Flurstück 258/1 mit 7.692 m², das aus 1.092 m² baureifem Land entlang der Reutestraße und 6.600 m² Rohbauland besteht. Für das Gesamtgrundstück gilt der rechtskräftige Bebauungsplan „Gartenstraße – Ost“ vom 19.12.2024; ausgewiesen ist ein Allgemeines Wohngebiet mit zwei Vollgeschossen, GRZ 0,4 sowie Zulässigkeit von Einzel- und teilweise Doppelhäusern je nach Planeintrag. Das Grundstück ist polygonal geschnitten, leicht geneigt, fällt von Nord nach Süd ab und steigt von Ost nach West an. Es liegt unmittelbar am Ortsrand und grenzt im Süden an eine geteerte Straße. Am Wertermittlungsstichtag war die Fläche unbebaut, eingezäunt und als Wiese genutzt.

Die Teilfläche des baureifen Lands ist noch erschließungsbeitragspflichtig. Die größere Teilfläche ist trotz bestehenden Baurechts nur als Rohbauland eingeordnet, weil die Erschließung nicht gesichert ist und nach der gutachterlich ausgewerteten gemeindlichen Stellungnahme von einer vollständigen Flächenverfügbarkeit im Gebiet abhängt. Daraus resultieren ein Entwicklungs- und Verwertungshemmnis sowie eine eingeschränkte Marktgängigkeit des Gesamtflurstücks.

Flurstück 251 umfasst 6.744 m² Grünland in Hanglage mit Abfall nach Nordwesten. Der Zuschnitt ist polygonal, die Fläche ist an zwei Seiten durch Waldrand verschattet, schließt südwestlich direkt an Wald an und ist nur über ein Notwegerecht bzw. einen Waldweg erreichbar. Flurstück 370 umfasst 5.595 m², ist als landwirtschaftliche Fläche im Grundbuch geführt, wird tatsächlich als Ackerland genutzt, ist sehr leicht geneigt, trapezförmig geschnitten und über einen Feldweg an einer Schmalseite angebunden. Hinzu kommt ein anteiliger Feldweg, dessen Werteinfluss laut Gutachten vernachlässigbar ist.

Das gesondert begutachtete Waldflurstück 281/1 hat 1,2135 ha. Es liegt eben in West-Ost-Erstreckung, weist im Westen und Norden Trauflagen zu Wiesen auf und besitzt nur eingeschränkte forstliche Erschließung über vorhandene Wege und Rückegassen, deren Nutzung teilweise abstimmungsbedürftig ist. Der Waldbestand besteht aus starkem, nach Osten dichterem Altholz aus Tanne, Fichte und wenig Kiefer mit geringer Beimischung von Buche, Eiche und Birke. Hinzu kommen Tannen-Unter- und Zwischenstand mit etwas Fichte sowie stehendes Totholz durch abgängige Fichten. Der Standort im Oberen Buntsandstein wird als sauer, frisch und gut leistungsfähig beschrieben; nahe der Südgrenze besteht lokal ein Vernässungshorizont.

Nutzung:

Zum Wertermittlungs-Stichtag waren die landwirtschaftlichen Flurstücke 251 und 370 sowie das Flurstück 258/1 verpachtet; Flurstück 370 wurde tatsächlich als Ackerland genutzt, Flurstück 258/1 als Wiese. Die Waldfläche war forstwirtschaftlich genutzt und mit Nadelholz-Altholz sowie Unterstand bestockt.

Sonstiges

Diese Zwangsversteigerung weist folgende Besonderheit auf: Das oben beschriebene Objekt wird gemeinsam mit einem oder mehreren anderen Objekten versteigert. Dies ist ersichtlich aus den Versteigerungsdaten / Terminsbestimmung (siehe oben). Dabei besteht die Möglichkeit, die Versteigerungsobjekte einzeln oder in einem Gesamtgebot zu ersteigern. Das wird sich jedoch erst beim Versteigerungstermin ergeben und vom Rechtspfleger bekannt gegeben. Nähere Informationen hierzu erfragen Sie bitte bei Gericht, dem Gläubiger oder dem vom Gläubiger beauftragten Vertreter/Makler. Wenn hier kein bzw. nur eines der vorhandenen Gutachten zum Download zur Verfügung gestellt wurde, können alle Gutachten unter dem jeweiligen Aktenzeichen oder beim Amtsgericht eingesehen werden.

Lage

Das Objekt liegt in Simmersfeld mit ca. 2.207 Einwohnern im Landkreis Calw, Baden-Württemberg.

Die Flächen liegen in einer ländlich geprägten, waldreichen Schwarzwaldgemeinde. Flurstück 258/1 befindet sich am Ortsrand an einer geteerten Straße mit angrenzender Umgebungsbebauung. Flurstück 251 liegt deutlich außerhalb am Waldrand mit Verschattung und nur notwegiger Erreichbarkeit. Flurstück 370 befindet sich ebenfalls außerhalb im landwirtschaftlich genutzten Bereich an einem Feldweg. Die Waldfläche 281/1 liegt randlich zu Wiesenflächen; ihre Erschließung ist funktional eingeschränkt und teils von Zustimmungen Dritter abhängig. Flurstück 251 liegt im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, Flurstück 370 im Landschaftsschutzgebiet.

Vor Ort besteht eine Grundschule; Kinderbetreuung ist kommunal organisiert. Die Grundversorgung ist nur eingeschränkt vorhanden, weitergehende Angebote für Einkauf und medizinische Versorgung sind in umliegenden Städten erreichbar. Der öffentliche Nahverkehr erfolgt über Busverbindungen, unter anderem mit Anschluss Richtung Bad Wildbad, Enzklösterle und Altensteig; Bahnanschlüsse bestehen typischerweise über Bad Wildbad sowie weitere regionale Schienenverbindungen im Landkreis.

Das baurelevante Flurstück 258/1 ist polygonal zugeschnitten, 163 m lang sowie etwa 41,5 m bis 58 m breit und topografisch leicht geneigt. Flurstück 251 ist polygonal mit etwa 132 m bis 145 m Länge und rund 48 m bis 56 m Breite; die Hanglage und Waldrandverschattung sind wertrelevant. Flurstück 370 ist trapezförmig mit rund 111 m bis 128 m Länge und etwa 44 m bis 55 m Breite. Die unbebaute Baufläche 258/1 unterliegt dem Bebauungsplan „Gartenstraße – Ost“, wobei nur ein Teil als baureif und der größere Rest als Rohbauland zu beurteilen war.

Hinweis: Die Position auf der Karte ist möglicherweise ungenau. Angabe ohne Gewähr.

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Alle oben gemachten Angaben ohne Gewähr.