Nebenkostenabrechnung zu hoch? –
So sollten Mieter richtig vorgehen!

Nicht selten kommt es in Deutschland aufgrund vermeintlich zu hoher Nebenkosten zum Streit zwischen Vermieter und Mieter. Dabei ist jeder Mieter grundsätzlich dazu verpflichtet die Betriebskosten für eine Mietwohnung zu zahlen. Doch, wenn Mietern fast jährlich eine Nachzahlung bei der Nebenkostenabrechnung zahlen müssen, kommt schnell Unmut auf. Laut einer aktuellen Statistik sind rund 50 Prozent aller Nebenkostenabrechnungen fehlerhaft berechnet und fordern demnach oftmals viel zu hohe Kosten für Mieter. Dabei muss man den Vermieter nicht gleich eine böswillige Absicht unterstellen, oftmals ergeben sich Rechenfehler auch durch Ungenauigkeiten oder Zahlendreher. Die meisten Mieter haben allerdings große Probleme die Fehler bei einer Nebenkostenabrechnung zu erkennen, wenn diese vermeintlich viel zu hoch ausgefallen ist. Aus diesem Grund haben wir Ihnen im Folgenden einen Ratgeber zusammengestellt, der Ihnen nicht nur dabei hilft Fehler in einer Nebenkostenabrechnung zu finden, sondern auch die verschiedenen Kostenpunkte bei einer Nebenkostenabrechnung besser nachvollziehen zu können.

Die Nebenkostenabrechnung prüfen lassen

Wenn Mieter Ungereimtheiten auf der Nebenkostenabrechnung vorfinden oder bestimmte Kostenpunkte für Zweifel sorgen, kann es sich durchaus auszahlen die Nebenkostenabrechnung prüfen zu lassen. Hier bieten sich externe Dienstleister wie das Portal von mineko.de an, um eine Nebenkostenabrechnung auf formelle, rechtliche und mathematische Fehler professionell überprüfen zu lassen. Denn die meisten Mieter können den Verdacht einer fehlerhaften Nebenkostenabrechnung nicht zweifelsfrei belegen, so dass meistens ein ausführlicher Prüfbericht notwendig ist, um falsch berechnete Kostenpunkte ausfindig zu machen. Auf diese Weise gelingt es durch Experten schnell und einfach in Erfahrung zu bringen, ob die Nebenkostenabrechnung tatsächlich zu hoch ausgefallen ist oder ob die Zweifel unbegründet sind.

So werden die Nebenkosten berechnet

Die Nebenkostenabrechnung enthält gleich mehrere Positionen, die Mieter zahlen müssen. Neben den Heizkosten und Warmwasser gibt es mehr als zehn Kostenpunkte bei einer gewöhnlichen Nebenkostenabrechnung. So enthält eine vom Vermieter ausgestellte Nebenkostenabrechnung die Kosten für die Grundsteuer des Hauses, das Wasser und Abwasser, die Straßenreinigung und Müllabfuhr, die Beleuchtung des Hausflurs und Kellers, die Schornsteinreinigung, verschiedene Versicherungen, die Gartenpflege, Kosten für Satellit oder den Kabelanschluss und den Hausmeister. In Einzelfällen können auch noch weitere Kostenpunkte aufgeführt werden wie beispielsweise Kosten für die Nutzung von Einrichtungen wie einer hauseigenen Sauna oder einer Poolanlage im Garten.

Belege einsehen

Mieter haben das Recht alle Belege einzusehen

Wer ausschließlich eine vom Vermieter ausgestellte Nebenkostenabrechnung in die Hände bekommt, kann darauf bestehen, dass sämtlich Belege zur Kostenübersicht eingesehen werden. So haben Mieter das Recht alle Belege in Kopie zu erhalten, um die Kosten der Nebenkostenabrechnung deutlich transparenter zu gestalten. Denn eine Tabelle mit verschiedenen Kostenpunkten kann im Grunde jeder Vermieter aufstellen. Nur, wenn zweifelsfrei geklärt werden kann, dass die Nebenkosten für Wasser, Allgemeinstrom oder Versicherungen tatsächlich in der Summe vorliegen, wie sie in der Nebenkostenabrechnung aufgeführt werden, lassen sich alle Unklarheiten beseitigen. Sollte sich der Vermieter weigern alle Belege der Nebenkostenabrechnung einzusehen, lassen sich diese im Zweifel auch rechtlich einklagen. Die Kosten für den Rechtsprozess trägt dabei der Vermieter. Ebenso haben Mieter das Recht die Kosten für die Nebenkostenabrechnung solange zu verweigern oder einzubehalten, bis der Belegeinsicht Folge geleistet wird. Dazu müssen Mieter, die eine Nebenkostenabrechnung anzweifeln innerhalb eines Jahres Einspruch erheben, um die Abrechnung notfalls von einem Gericht überprüfen zu lassen. Demnach haben Mieter deutlich mehr Rechte, als es von den meisten angenommen wird.

Fazit: Die Nebenkostenabrechnung stößt vielen Mietern hierzulande sehr sauer auf. Vor allem, wenn sich die Nachzahlungen bei der Nebenkostenabrechnung jährlich erhöhen. Doch müssen Mieter nicht gleich verzweifeln, wenn sie die Höhe der Nebenkostenabrechnung anzweifeln. Denn durch eine professionelle Prüfung gelingt es oftmals Unklarheiten zu beseitigen und gegebenenfalls eine Rückerstattung zu erhalten.