Kaufratgeber: Tipps für die Geräte-Auswahl

Wenn Kaufinteressenten endlich die geeignete Immobilie gefunden haben – sei es über eine Zwangsversteigerung oder auf anderem Wege – ist die Freude auf den neuen Lebensabschnitt groß. Oft stehen danach umfassende Renovierungs- oder Modernisierungs-Arbeiten an. Vor allem Küchen gehören zu den Räumen, die recht kostenintensiv sind, weil sie mit zahlreichen elektrischen Geräten ausgestattet sind. Bei der Auswahl der passenden Geräte spielen neben dem Preis die zentralen Produkteigenschaften eine Rolle.

Einbaugeräte werden raffiniert in einer Einbauküche untergebracht und sorgen für ein harmonisches Gesamtbild.

Haushaltsgeräte im Überblick

Die typischen Haushaltsgeräte, die in Zuge der Renovierung oder Modernisierung einer Küche am häufigsten neu gekauft werden, sind diese:

  1. Kühlschrank und Gefrierschrank
  2. Waschmaschinen und Trockner
  3. Backöfen und Herde

Eine breite Auswahl der oben genannten gängigen Haushaltsgeräte sowie von Fernsehgeräten Staubsaugern, Bügeleisen und anderen Produkten hält die Website haushaltsgeraete.com bereit. Die Angebote lassen sich nach Geräteart filtern und bieten zudem umfassende Informationen, Tipps und Empfehlungen zu den einzelnen Produkten an.

Bevor es ins Detail geht und die drei wichtigsten Haushaltsgeräte mit ihren zentralen Produkteigenschaften vorgestellt werden, die bei der Auswahl eine Rolle spielen, soll ein übergeordneter Aspekt genannt werden: Die Energieeffizienz.

Energieeffizienz im Haushalt

Bis März 2021 gilt noch das bekannte Energielabel, welches unter umweltbundesamt.de vorgestellt wird. Die Einstufung über das Buchstaben- und Farbsystem von A+++, A++, A+, A, B, C und D gibt an, ob ein Gerät vergleichsweise viel oder wenig Strom verbraucht.


Achtung: Ab 1. März 2021 ändert sich am Energielabel etwas, denn die vierfach geteilte A-Klassen die mit unterschiedlich vielen Plus-Zeichen versehen ist, wird Schritt für Schritt eliminiert. Die Skala wird dann neu von A bis G aufgebaut.


Grundsätzlich sollte bei der Anschaffung von Geräten auf einen möglichst geringen Stromverbrauch geachtet werden, weil viele Haushaltsgeräte rund um die Uhr am Strom hängen und enorm viel Energie fressen können. Insgesamt betrachtet entfällt auf Haushaltsgeräte ein Anteil von 11 % des Gesamtstrombedarfs eines Haushaltes.

Kühl- und Gefriergeräte verbrauchen im Vergleich zu den anderen Haushaltsgeräten am meisten Strom. Auf klima-sucht-schutz.de lässt sich der Stromverbrauch des eigenen Kühlgeräts berechnen und mit dem neuen vergleichen. So wird sichtbar, wie viel Sparpotenzial konkret vorhanden ist.

Nach dem Kühlschrank folgen Waschmaschinen, Trockner und Geschirrspüler. Das Schlusslicht bilden Herd und Backofen. Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass in einem privaten Haushalt der Stromverbrauch von TV, Audio und Bürogeräten mit mehr als einem Viertel des Gesamtenergieverbrauchs den größten Anteil hält, mehr als doppelt so viel wie die bereits genannten Haushaltsgeräte.


Tipp: Geräte bei Planung auswählen und einplanen
Haushaltsgeräte sollten von vornherein mit in die Küchenplanung aufgenommen werden.
So lässt sich der Stauraum ideal gestalten. 


Kühlschränke, Backofen und Co.

Kühlschränk

Kühlschränke können wie ein Designelement einen Raum prägen.

Bei den Kühlschränken hat sich in den letzten Jahren technisch einiges verändert. Es gibt Geräte mit unterschiedlichen Frischezonen, solche mit integriertem Wasserspender oder auch Kühlschränke mit Glastür, die einen Blick auf den Inhalt gewähren. Zur Erinnerung: Kühlschränke und Gefrierschränke verbrauchen vergleichsweise viel Strom. Das Thema Energieeffizienz spielt hier grundsätzlich eine große Rolle. Bei der Auswahl des richtigen Kühlschranks nehmen diese zentralen Produkteigenschaften eine wichtige Position ein und sollten bedacht werden:

  • Wasserspender oder Eisspender: steigern den Stromverbrauch
  • bedarfsgerechtes Volumen: zu große Kühlschränke arbeiten ineffizient
  • ein-/unterbaufähig oder freistehend: ein- und unterbaufähige Geräte sind teurer
  • mit speziellen Frischezonen, um bestimmte Lebensmittel länger frisch zu halten: mehr Technik im Gerät erhöht den Energieverbrauch und die Zahl der Fehlerquellen
  • mit einfacher Tür oder Doppeltür: große Schwenktüren brauchen viel Platz
  • mit integriertem Gefrierfach oder ohne, gesonderter Gefrierschrank oder Kühl-/ Gefrier-Kombination: die Geräteart beeinflusst den Stromverbrauch
  • Warnsignal bei nicht verschlossener Kühlschranktür: spart Energie
  • beidseitige Montage von Türen: mehr Aufstellmöglichkeiten
  • Design: poppig bunt, klassisch weiß, schicker Edelstahl - für jeden Geschmack und Bedarf das passende Gerät

Waschmaschinen

Auch auf dem Markt der Waschmaschinen hat sich viel getan. Es gibt Geräte, die lediglich mit den Grundfunktionen ausgestattet sind – Waschen und Schleudern – und solche, die zusätzliche Funktionen bieten. Manche Hersteller bauen sensible Technik in Ihre Waschmaschinen ein, die automatisch die richtige Waschmittelmenge, Wasserzufuhr und Schleuderintensität berechnet und für die optimale Reinigung der Textilien sorgt. Auf eine kurze Formel gebracht lässt sich sagen: Je mehr Technik, desto teurer das Gerät. Folgende Funktionen und Ausstattungsmerkmale gilt es beim Kauf einer Waschmaschine zu bedenken:

  • Maße: besonders schmale Geräte passen auch in kleine Küchen oder beengte Badezimmer
  • Top- oder Frontlader: Wird ein Gerät von oben beladen, ist kein Platz für die Öffnung einer Schwingtür nach vorne nötig. Befüllung funktioniert bequem im Stehen.
  • Programmvielfalt: Es gibt Energiesparprogramme, Programme für Allergiker, Programme für stark verschmutzte Wäsche, Schonwaschprogramme, Synthetikprogramme und vieles mehr. Je größer die Programmvielfalt, desto teurer eine Maschine. Wer sich beschränkt, spart Geld.
  • Fassungsvermögen: Ein 1-Personen-Haushalt kommt mit einer kleinen Waschmaschine zurecht (bis 6 kg Volumen), größere Haushalte brauche Maschinen ab 7 kg Fassungsvermögen. Die Trommel sollte stets gut gefüllt, aber nicht vollgestopft oder zu leer sein. Ist sie zu leer, wird Energie verschwendet, ist sie zu voll, ist die Reinigungsleistung nicht optimal und das Gerät könnte überlastet werden.

Backofen mit Herdplatten

Backöfen kommen gelegentlich als Set und bestehen aus Backofen nebst Herdplatten. Insofern kaufen Verbraucher 2 Geräte in einem. Der Kauf im Set spart Kosten und ist für sich genommen eine Überlegung wert. Getrennt angeschafft kosten die Geräte meist mehr. Die wichtigsten Produkteigenschaften, die es bei der Anschaffung zu bedenken gilt, im Überblick

  • Set oder Einzelgeräte: im Set steckt Sparpotenzial
  • Cerankochfeld oder Induktionsherd: letzteres energiesparend, schnell erhitzend
  • Backofen mit Zusatzfunktionen: Mikrowelle, Dampfgarer und Grill gehören heute bei vielen Herstellern zu den Standard-Funktionen. Die Pyrolyse-Ausstattung erleichtert die Reinigung erheblich.
  • Schubladenfächer oder Führungsschienen: Geräte mit Schubladenfächern minimieren das Verbrennungsrisiko. Sie lassen sich ganz einfach bedienen, manche fahren sich bei öffnender Tür automatisch mit aus.

Vor der Anschaffung Maß nehmen und Geräte frühzeitig einplanen

Genauso wie beim Kauf oder der Miete einer Immobilie eine Checkliste hilft, alle wichtigen Aspekte zu bedenken, ist vorausschauende Planung bei der Modernisierung bzw. beim Innenausbau unverzichtbar. Die Planung schützt vor unüberlegten Anschaffungen und vermeidet damit überflüssige Kosten. Wer sich darüber im Klaren ist, was wirklich benötigt wird, kann die passenden Geräte aufgrund der klar gesetzten Kriterien rasch finden und das Produkt auswählen, welches in das Budget passt.