Geschichtsträchtiges Unikat: Wassermühle im Weserbergland
34399 Gieselwerder
- Kaufpreis
- 150.000,00 €
- Wohnfläche
- 300 m²
- Anzahl Zimmer
- 9
- Grundstücksfläche
- 2449 m²
- Kaufpreis
- 150.000,00 €
- Wohnfläche
- 300 m²
- Anzahl Zimmer
- 9
- Grundstücksfläche
- 2449 m²
Objektdaten
- Objekt
- zum Kauf
- Objekttyp
- Sonstiges Haus
- Wohnfläche
- 300 m²
- Anzahl Zimmer
- 9
- Grundstücksfläche
- 2449 m²
Kosten & Preisangaben
- Kaufpreis
- 150.000,00 €
Objektbeschreibung
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Geschichtsträchtiges Unikat 160 Jahre alte Wassermühle im Weserbergland Viel Platz für mehrere Familien
Gieselwerder: Ein Ort zum Ankommen – Idylle und Lebensqualität im Herzen des Wesertals
Im malerischen Gieselwerder, einem Ort voller Charme und Geschichte, leben derzeit rund 1.300 Menschen. Seit 2020 ist dieser beschauliche Flecken zum Verwaltungssitz der Gemeinde Wesertal ernannt worden – ein Zeichen seiner wachsenden Bedeutung in der Region. Die Gemeinde selbst gehört zum nordhessischen Landkreis Kassel und verbindet auf wunderbare Weise Ruhe und Gemeinschaftsgefühl.
Gieselwerder liegt idyllisch eingebettet im oberen Wesertal, zwischen dem historischen Hannoversch Münden und dem beliebten Kurort Bad Karlshafen. Umgeben von den grünen Weiten des Bramwalds und dem sagenumwobenen Reinhardswald, bietet sich hier eine Lebensqualität, die von Naturverbundenheit und Gelassenheit geprägt ist. Hier lebt man entspannt, umgeben von Wiesen und Feldern, mit der sanften Strömung der Weser als täglichem Begleiter. Ein Ort, der nicht nur zum Verweilen, sondern auch zum Ankommen einlädt.
Wo früher Mehl staubte – eine Mühle erzählt ihre Geschichte
Dieses Anwesen blickt auf eine über 160-jährige Geschichte zurück – und trägt sie bis heute sichtbar in sich. Im Jahr 1863 bat der Müller Karl Schmiedthut aus Volpriehausen, damals Teil des Königreichs Hannover, um Aufnahme als Ortsbürger in Gieselwerder. Da er in „geordneten Verhältnissen“ lebte und über entsprechendes Vermögen verfügte, wurde seinem Antrag stattgegeben. Kurz darauf erhielt er die Genehmigung zum Bau einer Mühle.
Für die damalige Zeit bemerkenswert: Das Mahlwerk wurde bereits über eine Turbine elektrisch angetrieben, gespeist durch das Wasser des Mühlteichs bzw. des Lumbachs – ein früher Schritt in Richtung moderner Energiegewinnung.
Im Jahr 1885 ging das Anwesen in den Besitz der Familie über, die es bis heute prägt. Heinrich Quentin übernahm die Mühle, erweiterte sie und führte den Betrieb über viele Jahrzehnte erfolgreich. Verarbeitet wurden Roggen und Weizen, geschrotet wurden Gerste und Hafer. Die Kundschaft kam nicht nur aus Gieselwerder, sondern auch aus den umliegenden Dörfern sowie von den örtlichen Bäckereien.
Mit dem Wandel der Zeit änderte sich auch das Nutzungsverhalten: Ab den 1960er Jahren ging der Mahlbetrieb zunehmend zurück. Immer weniger Haushalte backten ihr Brot selbst, und auch steigende Anforderungen an Technik und Wirtschaftlichkeit machten den Betrieb langfristig unrentabel. Die Mühle wurde schließlich um 2009/2010 stillgelegt. In der Folge wurde die technische Infrastruktur zurückgebaut, die Wasserrechte abgegeben. Heute erinnert vor allem der noch teilweise erhaltene Zuleitungsgraben an die einstige Nutzung.
Bereits im Jahr 1995 wurde das Wohnhaus grundlegend umgebaut und an moderne Wohnansprüche angepasst. Seither wird das Anwesen ausschließlich zu Wohnzwecken genutzt – mit dem besonderen Reiz, dass seine Geschichte weiterhin in jedem Detail spürbar bleibt.
